Nervige Sachen mit Tesa Powerstrips ohne Bohren erledigen
Tesa Powerstrips sind sowieso schonmal ein geiles Produkt. Also ein Musterbeispiel für Produktdiversifikation wie aus dem Lehrbuch, Motto „was kann man noch kleben?“.
Sie sind wirklich ideal dafür geeignet Sachen zu befestigen wo man bisher nervig bohren oder nageln musste. Heute habe ich 5 Bilder im Bad angebracht für die ich sonst 10 (!) Löcher hätte bohren müssen. Von den nervigen Konsequenzen bei Auszug ganz zu schweigen. Und es ist unfassbar wie gut die Dinger halten – fast magisch.
Und noch eine Hürde lässt sich leicht damit nehmen die sogar Leben retten kann – fast jeder hat sich wohl vorgenommen endlich die nervigen Brandmelder aus dem Baumarkt anzubringen. Auch wieder Bohrerei (über Kopf, besonders schön mit dem Dreck und so), Dübel, saubermachen, Kabel reicht nicht, Nachbarn beschweren sich usw. Mit dem Powerstrips ist das eine Sache von wenigen Minuten – für die ganze Wohnung.
(ach und auch das kann ich bestätigen – selbst nach langer Zeit lassen sie sich total einfach und angenehm entfernen)
Aussenwerbung für Askania-Uhren wirkt offenbar
Liebe Marketing-Abteilung von Askania-Uhren,
nur weil Ihr Euch das vermutlich nicht vorstellen könnt:
Ich stand heute morgen bei ca -20C an der Bahnhaltestelle der M10 in Berlin. Hinter mir die Plakatwand mit diesem Plakat. Ich habe es erst abfotografiert (und wurde dabei von einer hippen Berliner Mutter ziemlich dämlich angesehen). Zur Arbeit gefahren. Mit nach Hause genommen. Jetzt habe ich es mir per email vom Blackberry auf meinen Mailaccount geschickt damit ich es hier in den Blog einfügen kann.
Ach so, wieso eigentlich? Weil die Werbung mir gefallen hat.
Ja sowas passiert.
Grüsse,
kundekunde
Logitech Support (Squeezebox) ist cool!

In diesem Fall geht es um Logitech und deren Musik-Sparte. Logitech hat vor einiger Zeit die Pioniere für den Streaming-Client Squeezebox aufgekauft und vertreibt unter dem Label jetzt eine ganze Produktlinie. Ich hatte meine Squeezebox seinerzeit noch vom Original-Hersteller gekauft und war etwas besorgt als das Unternehmen in dem Maus-Konzern aufging.
Denn ich bin total zufrieden mit der Lösung und diese nimmt einen immer zentraleren Platz in unserem Wohnzimmer ein.
Nur war die Fernbedienung vor ein paar Wochen plötzlich defekt. Vermutlich Haar-Risse in der Platine oder so, jedenfalls reagierte sie nur noch sporadisch auch nach Batterie-Wechsel.
Also den Logitech-Support per email kontaktiert.
Nach wenigen Minuten kam der erste Bearbeitungs-Hinweis (ok, automatisch) mit Referenz-Nummer und Hinweis wie lange die richtige Antwort etwa dauern würde. In der richtigen Antwort stand dann, dass die Original-FB derzeit nicht lieferbar wäre wofür man sich entschuldigte. Zum Ausgleich wurde mir ein Rabatt von 50% auf eine Universal-FB aus dem Logitech-Sortiment vorgeschlagen.
Bin aber nicht auf dieses Angebot eingegangen, dann kam der Umzug und es gingen einige Wochen ins Land.
Vor ein paar Tagen habe ich einfach nochmal auf diese Support-Email mit dem Angebot reagiert und gefragt ob das Angebot noch aktuell wäre, bzw. ob die Original-FB jetzt wieder lieferbar wäre.
Und ich traute meinen Augen nicht was ich als Antwort bekam:
Sehr geehrter Herr Noller,
vielen Dank für Ihre Anfrage an unseren technischen Support.
Für die lange Zeit in der Warteschleife bitte ich um Entschuldigung.
Um Ihnen eine neue Fernbedienung zu senden brauche ich noch Ihre aktuelle Lieferadresse und Ihre Telefonnummer.
Habe die Adresse hingeschickt – und heute die nagelneue Remote für die Squeezebox in der Post! Ohne jegliche Kosten.
Das ist ja wohl ein geiler Service!
Liebe Firma Logitech (vertreten durch die Support-Mitarbeiterin Heike Schroder) – sie haben mit dieser Aktion einen gut gebundenen Kunden produziert – werde sicherlich gerne weitere Produkte aus Ihrem Haus kaufen. Guter und verlässlicher Kunden-Service bei Elektronik-Artikeln ist nämlich nicht nur selten sondern eben wirklich Gold wert. Danke.
FAZ beginnt sich zu verkaspern
Ist ja schon eine erstaunlich Entwicklung den die FAZ in den letzen Monaten durchlaufen hat was die Titelseite anbelangt.
Erst nur Text – keine Bilder, keine Farbe. Dann ein Titelbild. Dann Farbe (oder umgekehrt).
Soweit so gut – das war sicherlich nötig und behutsam genug eingeführt um die konservative und informationsorientierte Leserschaft nicht zu vergrätzen.
Zusätzlich zu den Bildern kam dann die Lustigkeit. Die Bilder waren immer mal wieder relativ mutig und bisweilen sogar fast experimentell. Und immer häufiger auch mit ironischen Bezügen ausgestattet.
In letzter Zeit versucht man sich wie gesagt zudem im Bereich lustig sein. Ist ja auch bekannt, dass es eine Achse von der taz zur faz gibt und die taz ist die Königin der einfallsreichen Catcher-Titelseiten insbs. mit guten Schlagzeilen und innovativen Kombinationen von Bildern mit Untertexten.
Soweit ok. Aber liebe faz: vielleicht ist das ja doch nicht euer Metier, das mit der Lustigkeit, hm?
Heute steht z.B. unter diesem süssen der Eisbär reckt den Popo in die kalte Luft Klimaerwärmungsbild folgender Text:
„Zwar ist unter Fachleuten umstritten, ob es ein Weltklima gibt. Aber dass es sich erwärmt, daran glauben so gut wie alle. Und selbst diejenigen, die sagen, ein Weltklima, das es nicht gebe, könne sich auf Seite 3 auch nicht erwärmen, raten davon ab, den Kopf in den Schnee zu stecken. Bis zum pubertären Eisbären an der Hudson Bay in Kanada hat sich das noch nicht herumgesprochen, vielleicht deshalb, weil er auf der Suche nach der Weltinnenpolitik ist, die auf Seite 8 empfohlen wird. Oder weil er das Klima vor lauter Kopenhagen nicht mehr sieht. Da helfen nur die Seiten 16 und 17.“
Irgendwie muss ich da an den netten Herrn denken, der im Spiegel-Video (ab 1:20) die neue Familienministerin ein bisschen in die Schranken gewiesen hat – ich würde mir so jemanden in der FAZ Redaktion wünschen der hier mal ein Machtwort spricht.
Amazon Kindle zieht mich plötzlich magisch an
Anfangs war ich völlig unbeeindruckt von diesen e-readern. Sahen irgendwie dämlich aus, Konzept braucht man nicht, Abdeckung mit Material ungenügend usw. – abgehakt.
Dann kam die Phase wo ich mich zunehmend intellektuell mit den Teilen auseinandergesetzt habe. Hier und dort was drüber gelesen (meist eher ebenfalls skeptische Artikel) und vor allem immer wieder drüber nachgedacht. Was könnte so ein Gerät verändern wenn es plötzlich doch erfolgreich wäre? Den Rest des Beitrags lesen »
Warum geht man zu Starbucks?
Kürzlich fuhr ich sehr früh morgens wie so oft zum Flughafen. Normalerweise gilt dabei das Prinzip der maximalen Effizienz – jede Minute länger schlafen können zählt. Habe daher inzwischen alles so optimiert, dass ich üblicherweise flüssig in die Maschine durchlaufen kann genau bevor ich zum ersten mal ausgerufen werden würde.
Aber dieses mal ist etwas interessantes passiert: ich bin ca. 20 min früher losgefahren als ich gemusst hätte. Ein bisschen hatte das mit Sicherheitspuffer zu tun, ok. Aber in erster Linie wollte ich noch gemütlich einen Kaffee bei Starbucks einnehmen – einen grande latte low fat für hier. Weiss gar nicht genau was der kostet, ist aber teuer – selbst für die Verhältnisse des Flughafens. Der Kaffeegenuss war grossartig und um Klassen besser als alles andere was ich sonst so bzgl. Kaffee am Gate kenne.
Wie kommt das?

Produkte unseres Haushaltes: Miracoli Spaghetti
Auch das ist so ein Produkt das sich geradezu archetypisch in unserem Haushalt festgesetzt hat. Vor Jahren gab es hier und dort mal ein paar Experimente mit Konkurrenz- und Billigprodukten. Da überzeugt aber meist gar nichts, Nudeln zu matschig, Sosse fad, Handling nervig.
Und das gegen ein so perfektes Produkt wie Miracoli.
Das man ja blind bedienen kann.
Die Packung geht angenehm leicht auf, ebenso Tomatenpaste und die Nudeln. Nudeln haben angenehme Qualität (könnte aber besser sein, bitte Kooperation mit Barilla überlegen) und die Würzmischung ist echt lecker.
Ich glaube viele sind auch so eine Entwicklungsgeschichte durchlaufen mit Ihrem Miracoli:
Phase 1: Undifferenziertes Ausprobieren weil es irgendwie präsent ist, sowohl in der Werbung als auch im Regal
Phase 2: Versuch das Produkt zu „verfeinern“ mit Gewürzen, bisschen mehr Wasser usw.
Phase 3: Fremdgehversuche. Ähnliche Produkte von Billigmarken ausprobiert. Im schlimmsten Fall sogar die Öko-Variante.
Phase 4: Weisheit. Ende der Spielerei. Es wird ausschliesslich nur noch das Markenprodukt gekauft und exakt nach Vorgabe gekocht. Es schmeckt so faktisch am besten. Nur manchmal werden die Nudeln mit Barilla ausgetauscht.
Aronal und Elmex

Wahrscheinlich ist es auch einfach ganz ordentliche Zahnpasta was die machen.
Aber es ist auch eines dieser Produkte wo ich mich wundere wie die es in unseren Haushalt geschafft haben und wie stabil, ja praktisch uneinnehmbar sie sich da halten. Obwohl es teuer ist, nur im nervigen Zweierpack kommt und irgendwie ein bisschen aufdringlich ist mit diesem erzieherischen Impetus wegen morgens und abends und so.
Aber ich glaube die haben einen Mechanismus extrem wirksam eingesetzt um sich in den Hirnen der Kunden festzusetzen, zumindest bei mir ist es so:





