Bärenmarke alpenfrische Milch
Diese Milch von Bärenmarke hat etwas erstaunliches geschafft in unserem Haushalt: sie hat sich sogar gegen die Bio-Produkte durchgesetzt! Das kommt bei uns eigentlich nie nie vor.

Wie hat sie das geschafft? Es gibt drei Gründe:
1. Die Verpackung
Die Milch kommt daher in einem viereckigen Tetrapack-Teil das in der Hand liegt als wäre es dafür geschaffen. Irgendwie solide. A bar of milk. Aber der eigentliche Clou – und das ist tatsächlich einer der Haupt-Kauf-Treiber bei mir – ist der Verschluss. Viele Milchhersteller unterschätzen die Bedeutung des Verschlusses für den Käufer und Konsumenten. Gerade bei der H-Milch herrscht da eine einzige Willkür und Kundenignoranz sondergleichen. Immer neue dämliche Aufreissverschlüsse werden eingeführt, einer nerviger als der andere. Entweder fühlt es sich doof an den Verschluss zu öffnen, häufig ist es sogar so, dass man notwendigerweise von Milchgesabber bespritzt wird beim Öffnen. So ist das Startgefühl zur neuen Milchpackung (die einen ja häufig durch den Tag begleitet) schon direkt von tiefer Genervtheit geprägt. Nicht so bei der Bärenmarke: ein runder grosser Drehverschluss thront auf der Packung. Lässt sich mit einem satten und wertigen Dreh öffnen. Der Sicherheitsverschluss ist ebenfalls angenehm zu betätigen, bricht nicht unkontrolliert ab, saut nicht rum, geht widerstandslos auf. Die Krönung ist aber das Trinkerlebnis. Durch die große Öffnung strömt die Milch so smooth und wohlstandsfühlig ins Glas (oder in den Mund…), dass es echt ein Genuss ist. Ganz im Ernst – ich habe selten so eine perfekte Verpackung gesehen!
2. Die Marke
„Nichts geht über Bärenmarke – Bärenmarke Qualität“. Na, habt Ihr den Song auch im Ohr direkt? Die Marke wurde bei mir von Kindheit an so klar und sauber geprägt, bin mir sicher es wäre möglich ganze Hirnareale zu isolieren die nur zur Speicherung dieses Slogans ausgebildet wurden. Die Assoziation ist total angenehm, wertig, heimatmässig und so. Wow. Als die eine Milch rausgebracht haben habe ich SOFORT gekauft! Schon aus Reminiszenz an die Marke.
3. Der Geschmack
Kann sein, dass die Milch in einer Blindverkostung nicht von anderer Milch zu unterscheiden wäre und ich mich nur von den Punkten 1) und 2) blenden lasse. Aber gefühlt schmeckt sie angenehm abgestimmt, nicht wässrig (trotz fettarm), sehr homogen. Wirkt frisch.
Fazit: ein Hammerprodukt. Ich wüsste übrigens auch nicht ob es signifikant teurer ist als andere Marken. Spielte keine Rolle. Bärenmarke demonstriert wie weit man mit einer starken Marke und einem stimmigen Produkt dazu kommen kann. Selbst wenn es ein total besetzter Markt und ein Allerweltsprodukt ist.

Du wirst es nicht glauben, aber die Weihenstephan-Milch hat einen noch besseren Verschluss: Nämlich nur den großen Drehdeckel – nichts drunter! http://bit.ly/5GsVUP
Das einzige, was einem bei dieser Milch den Morgen verdirbt, ist der Aufdruck “Offizieller Ernährungspartner des FC Bayern”
Christian
Januar 6, 2010 um 8:46 am